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Führt der Weg in die NHL nur über Kanada?

Immer wieder wenn ich mit Schweizer Spielern und/oder Eltern spreche, könnte man meinen, dass diese Frage nur mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden kann. Dies ist jedoch nicht so. Anhand der November 7, „NHL Draft Watch List 2019“ und der von EliteProspects publizierten Tabelle „2018-19 NHL Players Produced per League“ kann dies belegt werden. Die kanadische CHL bleibt eine der führenden Wege in die NHL aber es bestehen immer mehr Alternativen. 

Ich habe die Spieler der NHL Draft Watch List aufgeteilt auf die verschiedenen Ligen wobei ich die europäischen Ligen nach Land klassifizierte da Spieler in den jeweiligen Ländern in den höchsten Landes – als auch Junioren Ligen spielen.

Nicht überraschend agiert ein Grossteil der Spieler mit Chancen im nächsten Frühling von den NHL Teams „gezogen“ zu werden in der CHL (33.8%). Dicht dahinter folgt Europa mit 30.9% wobei Schweden mit 10% führend ist. In den USA spielen 23.2% der Junioren Talente.

Als einzelne Liga stellt nicht etwa eine der CHL Ligen (OHL, QJHL, WHL) das grösste Kontingent, sonder die USHL wo auch ein Grossteil der potentiellen Erst- und Zweitrunden „Drafts“ zu finden sind (A = Erstrunden Kandidat; B = 2. & 3. Runden Kandidat; C = 4, 5. & 6. Runden Kandidat). Dem ist beizufügen, dass die U18 des US NTDP in dieser Liga spielt von welcher 20 Spieler auf der Liste figurieren. Diese Tabelle bestätigt, dass man auch ausserhalb von Kanada von den NHL Organisationen beobachtet wird wenn man über das entsprechende Talent verfügt. Von den Schweizer Ligen figurieren vier Spieler auf der Liste: NLA: JJ Moser; NLB: Janick Brüschweiler; Elite A: Julian Mettler und Yves Stoffel.

In diesem Zusammenhang ist auch die von EliteProspects publizierte Liste, die zeigt aus welchen Junioren/College Ligen die NHL Spieler der Saison 2018/’19 stammen  interessant.

Diese zeigt, dass die meisten Junioren immer noch in Kanada (CHL, BCHL, OJHL, AJHL) vor ihrem Übertritt zu den Pro’s, ausgebildeten werden, nämlich 492, dicht gefolgt von den USA (NCAA, USHL, NAHL) mit 461 Spielern. Von den Europäischen Ligen ist die Schwedisch J20 SuperElit (94) führend, gefolgt von der Finnischen JR. A SM-liiga (46), der Czech U20 (37) und der Russischen MHL (27).

Die eingangs gestellte Frage kann also eindeutig mit einem klaren Nein beantwortet werden. Ein talentierter (Schweizer) Junior hat also verschiedene Optionen welche auch die einheimische Liga umfasst, als auch auf dem gleichen Kontinent Schweden. Und natürlich besteht die Möglichkeit in den USA das Verfolgen einer Profikarriere mit einem Studium zu verbinden und in der NCAA zu spielen.

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