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NCAA College Eishockey – Auch ein Weg für Schweizer Junioren in die NHL!

In der Schweiz sind allgemein nur drei der vier Wege, für Eishockey Talente, in die NHL bekannt: die Schweizer National League, Schweden’s SuperElit und die kanadische Junioren Liga CHL. Bisher haben talentierte Schweizer Eishockeyspieler, im Juniorenalter, den Weg in die NHL meistens über die CHL gesucht (Sbisa, Niederreiter, Bärtschi, Meier, Andrighetto, Hischier etc.). Die Alternative, über die USHL/NCAA (National Collegiate Athletic Association)  in die NHL zu gelangen, haben nur wenige Schweizer Junioren Spieler (Luca Cunti, Brady & Jordy Murray) versucht.

Die Debatte welcher Weg – CHL oder NCAA – der bessere oder erfolgreichere ist, geht in Kanada und den U.S.A., unvermindert weiter. Beide führen in die NHL wobei unbestritten ist, dass die CHL, mit ihren drei Ligen (OHL, QJHL, WHL), immer noch der “Hauptlieferant” der NHL ist. Wenn man aber die Draft Resultate der vergangenen Jahren analysiert stellt man fest, dass die USHL, auch als „Zuliefer“ Liga der NCAA bekannt, an erster Stelle, oder in den Top Drei, anhand der Anzahl gezogenen Spieler, figuriert. In der 2018 Draft war die USHL mit 45 „gezogenen“ Spielern welche die Saison 17/18 in ihrer Liga spielten, und 57 Spielern mit USHL Vergangenheit, an erster Stelle aller Juniorenligen weltweit.

Es ist festzuhalten, dass für Schweizer Spieler bis heute, die NLA der erfolgreichste Weg darstellt (Aebischer, Gerber, Streit, Hiller, Josi, Diaz, Brunner, Berra Malgin)! Ein weiterer Weg für Schweizer Spieler ist die Schwedische SuperElite, in der Fiala spielte und in 2014 als Nummer 11 der NHL Entry Draft gezogen wurde.

Fakt ist, dass die Zahl der NCAA Spieler in der NHL rasant zunimmt. Waren es 2003 noch 21 %, kommen heute über 32 % der NHL Spieler aus der NCAA, mehr als aus allen Europäischen Ligen zusammen. Dabei handelt es sich nicht nur um Amerikaner (Backes, Suter, Quick, Parise, Kessler, Goudreau, Eichel und viele mehr) oder Kanadier (Keith, Kunitz, Toews, Sharp, St.Louis, Kariya) sondern vermehrt auch um Europäer (Vanek, Stahlberg, Haglin, Murray, Haula). In Sochi waren 32 ehemalige NCAA Spieler, von 19 Universitäten, im Olympischen Eishockey Turnier für fünf Landesverbände (Kanada, Latvia, Österreich, Schweden und USA) im Einsatz.

Warum wählen junge, talentierte Eishockeyspieler vermehrt die NCAA gegenüber der CHL? Der Hauptgrund liegt bestimmt darin, dass die Spieler die Möglichkeit haben sich auf eine professionelle Eishockey Karriere auf höchstem Niveau vorzubereiten und gleichzeitig einen College Abschluss von einer Universität (einige mit weltweitem Prestige) zu erlangen.

Neben der ausgezeichneten Schulausbildung kommen die Spieler auch in den Genuss einer erstklassischen Eishockey spezifischen Ausbildung. Während die CHL die Spieler mit einem intensiven Spielplan, mit bis zu 70+ (inkl. play-offs) Spielen pro Saison fördert, setzt die NCAA wo die Mannschaften ungefähr 40+ Spiele bestreiten, vermehrt auf die individuelle Ausbildung der Eishockeyspieler. Die Mannschaften werden durchwegs von erstklassigen, langjährigen, erfahrenen Coachs geleitet (u.a. Andy Murray, Western Michigan – ehemaliger NHL Coach, der auch in der Schweiz arbeitetete: Kloten, ZSC, EVZ, Lugano und Nationalmannschaft). Die meisten Coaches sind seit Jahren an ihrer Universität tätig und bilden mehr als nur Eishockeyspieler aus. Die Mission aller Universität’s Coaches ist die Spieler nicht nur Eishockey spezifisch sonder auch neben dem Eis weiterzuentwickeln.

Der College Spielplan mit zwei Spielen über das Wochenende, normalerweise Freitag und Samstag, erlaubt für genügend Trainings Eiszeit. Dies ermöglicht eine ideale Mischung zwischen Spiel und Training.

Schlussfolgerung, Eltern von jungen Schweizer Eishockeyspieler sollten, schon in jungen Jahren, grössten Wert auf die schulische Ausbildung legen damit die NCAA eine Option wird wenn ihre Jungen 17/18 Jahre alt sind.

 

Weitere Informationen: Why College Hockey by College Hockey Inc.

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